Jubiläumsfeier in Windach

Bei schönstem Wetter konnten die Windacher am ersten Juli-Sonntag gleich drei Feste feiern: 150 Jahre Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang, 50 Jahre Frauenbund Windach-Hechenwang und das Patrozinium der Pfarrgemeinde „Mariä-Heimsuchung“.

Der Festzug zur Kirche.

19 Vereine Windach, Schöffelding, Hechenwang und Eresing trafen sich in der Nähe des Schlosses und zogen, angeführt von der Musikkapelle Windach, mit ihren Fahnen und Standarten zur Pfarrkirche „Maria am Wege“. Mit dabei war auch der Windacher „Veteran“ Josef Giggenbach mit zwei Begleitern, die eine Traditionsuniform der Bayerischen Kavallerie trugen. Sie stammt vom ehemals Königlich Bayerischen 4. Chevauleger-Regiment aus der Gründungszeit des Veteranenvereins.

Drei „Veteranen“ in einer Traditionsuniform des 19. Jahrhunderts.

In der gut gefüllten Kirche feierte Pfarrer Markus Willig mit der Pfarrgemeinde den Patroziniums-Gottesdienst, welcher von Maria Dörner, Franz Hämmerle und Johannes Kretzinger musikalisch begleitet wurde.

Nach dem Gottesdienst zogen die Vereine, begleitet von zahlreichen Gästen zunächst zum Kriegerdenkmal, wo der gefallenen und vermissten Soldaten sowie der verstorbenen Mitglieder der beiden Jubiläumsvereine gedacht wurde.

Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten sowie an die verstorbenen Mitglieder der beiden Jubiläumsvereine.

Im von Bäumen gut beschatteten Schlosspark fand nachmittags der kulinarische Teil der Feier statt. Bei musikalischen Klängen von der Musikkapelle Windach konnten sich die Festbesucher Gegrilltes und kühle Getränke in einer herrlichen Atmosphäre schmecken lassen.

Vereinsausflug 2018 ins Kleinwalsertal und nach Oberstdorf

Wo Prinzregent Luitpold Jagdpächter war

Am 27. Juni 2017 machten die Jagdgenossenschaft Windach und der Veteranen- und Kameradenvereins Windach-Hechenwang einen gemeinsamen Ausflug ins Kleinwalsertal und nach Oberstdorf. Um 8:00 Uhr starteten die 43 Teilnehmer in Windach.

Das erste Fahrtziel war der Niedersonthofener See zwischen Kempten und Immenstadt im Allgäu. Dort wurde Brotzeit gemacht. Nach einer Stärkung mit Würsten, Brezen, Limo und Bier ging es weiter nach Riezlern im Kleinwalsertal.

Das Wetter war im Tal relativ schön, die Berge waren aber mit dunklen Wolken verhangen. Aus diesem Grund blieben die meisten der Reisegruppe im Tal. Etwa 15 Personen „riskierten“ eine Fahrt mit der Bergbahn auf die Kanzelwand und hatten Glück: Die Wolken verzogen sich zum größten Teil und die Bergfahrer konnten bei kalten Temperaturen die Aussicht nach Vorarlberg und ins Allgäu genießen.

Weiter ging es nach Oberstdorf, wo für 15 Uhr eine Fahrt mit dem Marktbähnle gebucht war. Bei dieser einstündigen Fahrt durch Oberstdorf mit seinen engen Gassen und bis zu 400 Jahre alten Bauernhäusern brachte die Fahrerin den Veteranen und Jagdgenossen Oberstdorf und dessen Geschichte näher:

Von 1851 bis zu seinem Tod im Jahr 1912 war Prinzregent Luitpold von Bayern Pächter der Gemeindejagd. Seit nunmehr 65 Jahren ist Oberstdorf Austragungsort des Eröffnungsspringens der Internationalen Vierschanzentournee. Mit dem Alpinismus begann Ende des 19. Jahrhunderts der große Aufschwung im Fremdenverkehr. 1888 kam die Eisenbahn und bereits zehn Jahre später entstand in der kleinen Gemeinde mit 3.000 Einwohnern ein Krankenhaus.

Nach dieser Marktrundfahrt wurde das Reiseziel für das Abendessen angesteuert. Das Hauptinteresse der Ausflugsteilnehmer galt aber einem Ereignis, das im 3.300 km entfernten Kasan stattfand: Dort spielte Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Südkorea. Für die deutsche Mannschaft ging es um das Erreichen des Achtelfinales. Die erste Halbzeit konnte noch über Radio bzw. Tablets live mitverfolgt werden.

Nach der Halbzeitpause war das Restaurant Elbsee bei Marktoberdorf erreicht. Dort konnten die Ausflügler kulinarische Schmankerl genießen. Sportlich gab es in der zweiten Halbzeit nicht viel Erfreuliches, doch das konnten die Veteranen und Jagdgenossen nicht sehen oder hören, weil es im Restaurant nur sehr schlechten Mobilfunkempfang gab. So erfuhren sie über Live-Ticker von den zwei Gegentoren in der Nachspielzeit. Die deutsche Mannschaft schied mit diesem 0:2 erstmals in ihrer Geschichte in der Vorrunde einer Fußball-WM aus.

Nach dem Abendessen ging es zurück in die Heimat. Die abschließende Ansprache im Bus hielt Wolfgang Albrecht, der Vorstand der Jagdgenossen, da Manfred Stagl von den Veteranen angesichts des deutschen Debakels die Worte fehlten.

Um 19:30 Uhr kam der Bus wieder in Windach an.