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60 Jahre Musikkapelle Windach

Der Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang – Verein zur Bewahrung der Dorfgeschichte – veranstaltete am 24. Juni 2016 einen heimatgeschichtlichen Abend im Windacher Pfarrsaal.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte der Musikkapelle Windach, ausgearbeitet von Gerhard Heininger, dem Schriftführer des Vereins und Archivar der Verwaltungsgemeinschaft. Manfred Stagl, der 1. Vorsitzende des Veteranenvereins, konnte unter den 60 Gästen auch zahlreiche Mitglieder der Musikkapelle begrüßen.

In knapp eineinhalb Stunden beleuchtete er in einem kurzweiligen, mit vielen Fotos angereicherten Vortrag die 60jährige Geschichte der Musikkapelle. Sie war in ausführlicher Form bereits Thema der letzten Ausgabe des Windacher. Insbesondere wurden die Amtszeiten der verschiedenen Dirigenten und Vereinsvorstände, die musikalischen Erfolge und diverse gesellschaftliche Ereignisse beleuchtet.
Die Dirigenten waren: Dr. Karl Endres (1956 bis 1970), Heinrich Hofbauer (1970 bis 1973), Klaus Janning (1973 bis 1983), Rudi Wanka (1983 bis 1993), Andreas Grandl (1993 bis 2003) und Andreas Langanki (ehemals Schumacher, seit 2003).
Als Vorsitzende des Vereins fungierten: Wilfried Schmid (1971 bis 2001), Erwin Schmid jun. (2001 bis 2010) und Christian Grandl (seit 2010).

Während des Vortrags stellten Musiker ihre Instrumente vor und gaben den Zuhörern einen Einblick in die Geschichte, Tonerzeugung und den Einsatz von Tuba, Posaune, Tenorhorn,  Tenorsaxofon, Trompete, Flügelhorn, Klarinette und Querflöte. Anhand des Liedes „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ konnte man den Klang der unterschiedlichen Instrumente einzeln erleben.

Fotos

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Presseecho

Landsberger Tagblatt vom 5. Juli 2016.

 

Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach

Der Inhalt dieser Veranstaltung wurde als Ausgabe 8 der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ veröffentlicht und ist im Bürgerbüro des Rathauses kostenlos erhältlich.

D’Windacher G’schicht 6

175 Jahre Volksschule Windach

Vor 175 Jahren wurde in Windach eine Volksschule errichtet, um den Kindern den beschwerlichen täglichen Schulweg nach Eresing zu ersparen. Aus der einstigen Volksschule ist vor ein paar Jahren eine reine Grundschule geworden, weil aufgrund der hohen Übertrittquoten an weiterführende Schulen keine Hauptschulklassen mehr in Windach zustande kamen.

Der Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang, der auch die Bewahrung der Dorfgeschichte als Vereinszweck hat, nahm dieses Jubiläum zum Anlass, um im Rahmen eines heimatgeschichtlichen Nachmittags im gut gefüllten Pfarrsaal auf die Geschichte der Windacher Volksschule zurückzublicken. Der Vereinsvorsitzende Manfred Stagl konnte unter den zahlreichen Gästen auch den Vorsitzenden des Schulverbands und Bürgermeister von Windach Richard Michl, den Rektor der Grundschule Windach Erich Bachmaier und den Rektor a. D. Siegfried Klingl begrüßen.

Anschließend beleuchtete er in einem kurzweiligen, mit vielen Fotos angereicherten Vortrag die zurückliegenden 175 Jahre. Unterstützt wurde er dabei durch seinen Vereinskollegen Gerhard Heininger, zugleich auch Archivar der Verwaltungsgemeinschaft Windach, der die Recherchen für den Vortrag durchführte.
Am 18. Oktober 1841 wurde die erste Schule in Unterwindach am heutigen Raiffeisenweg eröffnet. Zum Schulsprengel gehörten damals neben Unterwindach auch Mitterwindach und Oberwindach, das noch eine eigenständige Gemeinde war.
Die Schule bestand aus einem Lehrzimmer, in dem alle 68 Kinder der Werktagsschule (Klasse 1 bis 6) und 43 Jugendliche der Feiertagsschule unterrichtet wurden. Der erste Lehrer war Schullehrling Georg Berger, über den nicht viel bekannt ist, außer dass er das Wirtshaus besuchte, „aber mit Lobachtung des Anstandes“, wie im Visitationsbericht von 1842 vermerkt ist. Die Schule wurde schnell zu klein und auch eine Aufstockung um ein Stockwerk brachte nur kurzfristig Besserung.
Deshalb wurde im Jahr 1908 eine neue Schule gegenüber der alten gebaut. Die Schülerzahlen stiegen teilweise auf über 100. Ein zweites Lehrzimmer war unbedingt erforderlich. Seit dieser Zeit unterrichten in Windach immer mindestens zwei Lehrkräfte.
Kurz nach dem 2. Weltkrieg war das Schulhaus von amerikanischen Truppen besetzt. Der Schulunterricht musste in die Oberwindacher Gaststätte verlegt werden.

Die Volksschulreform Ende der 1960er Jahre brachte das Aus für die sogenannten Zwergschulen, wie sie in Windach und den benachbarten Orten bestanden. Stattdessen gründete man in Windach eine Verbandsschule für alle Volksschüler der Mitgliedsgemeinden Eching, Eresing, Greifenberg und Windach. Die ersten 20 Jahre war Siegfried Klingl Rektor der Verbandsschule, anschließend Karl Kreidl und Dr. Peter Kalus. Seit 2008 wird sie von Erich Bachmaier geleitet. Bis zum Jahr 2010 wurden die alten Schulen in den Mitgliedsgemeinden noch für Grundschulklassen genutzt. Seitdem aus der Volksschule Windach eine reine Grundschule geworden ist, werden alle Klassen in Windach unterrichtet.
Besondere Aufmerksamkeit außerhalb des normalen Unterrichts erfährt die Schule immer wieder durch ihre Erfolge im Schach und durch die beiden Bläserklassen.

Im Anschluss an den geschichtlichen Rückblick wurde die fünfte Ausgabe der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ vorgestellt. Sie gibt diesen Vortrag in noch wesentlich ausführlicherer Form wieder. Dieses 116seitige Buch kann gegen eine geringe Schutzgebühr in der Schule erworben werden.  

Fotos

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Presseecho

Landsberger Tagblatt vom 28. November 2016.

Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach

Der Inhalt dieser Veranstaltung wurde als Ausgabe 5 der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ veröffentlicht und ist im Bürgerbüro des Rathauses und in der Schule in Windach gegen eine geringe Schutzgebühr erhältlich.