Dorfführung, Baguettes und eine gelungene Überraschung am „Dilli-Strand“
Drei Jahrzehnte offizielle Gemeindepartnerschaft und sogar über 40 Jahre gelebte Freundschaft: Vom 31. Juli bis 2. August 2026 stand Windach ganz im Zeichen der Verbundenheit mit der italienischen Partnergemeinde Isola Rizza. Bereits seit 1985 pflegen beide Orte enge Kontakte – entstanden aus der Privatinitiative der früheren Windacher Spedition Michl und der Möbelfirma Maurizio Taddei.
Auch der Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang leistete seinen Beitrag zum gelungenen Festwochenende. Vier fleißige Helferinnen standen am Samstagvormittag für 250 frisch belegte Baguettes in der Küche.

Ein weiterer Programmpunkt war die Dorfführung durch Windach, bei der Gerhard Heininger, unterstützt von seiner Schwägerin und Dolmetscherin Barbara Huber, mehr als 30 Gäste aus Isola Rizza auf eine Reise durch die Geschichte des Ortes mitnahm. Dabei erfuhren die Besucher in kurzweiliger Form unter anderem Wissenswertes über das Windacher Schloss, die Kirchen, historische Ereignisse sowie zahlreiche Anekdoten aus der Ortsgeschichte.
Der unbestrittene Höhepunkt wartete jedoch am sogenannten „Dilli-Strand“. Dort wurden die Teilnehmer der Dorfführung – und ganz besonders Richard „Dilli“ Michl selbst – überrascht. Der ehemalige Bürgermeister, der die Besuchergruppe begleitete und von der Aktion nichts wusste, staunte nicht schlecht, als er sich plötzlich in Form eines KI-generierten Fotos an seinem eigenen Strand wiederfand. Während die italienischen Gäste schmunzelten und eifrig fotografierten, sorgte die gelungene Überraschung auch beim Altbürgermeister für ein herzliches Lachen.

Der Ort der Begegnung war dabei bestens gewählt. Zu seinem Abschied als Bürgermeister erhielt Richard Michl ein Straßenschild mit der Aufschrift „Dilli-Strand“ – eine augenzwinkernde Ehrung für seinen kleinen „Privatstrand“ an der Windach.
Den Abschluss der Dorfführung bildete ein gemeinsames Gruppenfoto im Schlosspark.

Am Sonntag nahm die Fahnenabordnung des Veteranenvereins am Festgottesdienst und anschließendem Umzug durch das Dorf teil.

Das Jubiläumswochenende zeigte eindrucksvoll, dass eine Gemeindepartnerschaft weit mehr ist als ein offizieller Vertrag. Sie lebt von Menschen, die sich engagieren, einander begegnen und gemeinsam feiern.