Veteranenfreizeit Nr. 91 – „Rutschpartien“ – Kultur
Auf Anregung der Kreisheimatpflege kam im Landratsamt Landsberg eine Ausstellung zustande, die „Eis“-laufen, -hockey, -stockschießen und -ernte in früheren Zeiten zum Inhalt hatte. Aus Windach wurden eine ganze Reihe von Fotos, Zeitungausschnitten und Berichte zum Eissport im letzten Jahrhundert vom Gemeindearchivar und dem Veteranenverein zur Verfügung gestellt. Heute fand im Rahmen einer Veteranenfreizeit eine Besichtigung der Ausstellung statt.
Geschichtsinfo: 1965 stellte Gastwirt Martin Schreyegg eine Gartenwiese hinter der Gaststätte zum Eislaufen zur Verfügung (inclusive Wasser zum Spritzen und Strom für die Beleuchtung). Zuvor war in der Hoffläche (Parkplatz) geschossen worden. Für die 1966 gegründete Eisstockabteilung der Sportfreunde Windach, aber auch für die schlittschuhlaufenden Kinder (häufig noch mit Schraubendampfern) war diese Eisbahn ein beliebter Treffpunkt.


Veteranenfreizeit Nr. 92 – „Apfeldorfer Runde“ – Wandern
Durch und um Apfeldorf führte eine 9 Kilometer lange Wanderung des Veteranenvereins. Vom Lechblick aus ging der Weg über den Panoramaweg mit herrlichem Bergblick gen Süden. Von dort aus wanderten die Teilnehmer zurück ins Dorf nach Oberapfeldorf und auf dem Höhenrücken nach Westen zum Rauhenlechsberg.
Geschichtsinfo: Der Rauhenlechsberg ist ein ehemaliger Burgstall und soll 1252 von den Herren von Haltenberg (zwischen Scheuring und Kaufering) erbaut worden sein. Letzte Reste der Burg wurden 1883 entfernt. Ganz früher, als die Römer das Epfacher Gebiet eroberten, soll auch eine Römerstation zur Sicherung der damaligen Straßen dort beheimatet gewesen sein.

Veteranenfreizeit Nr. 93 – „Von Durach nach Sonthofen – Iller-Radweg Teil II“ – Radeln
Am 3. September 2021 hatte der Veteranenverein bereits den ersten Teil des Iller-Radweges von Sonthofen nach Oberstdorf befahren. Nun folgte der zweite Teil. Gestartet wurde in Durach und dann gings immer den Allgäuer Bergen entgegen bis nach Sonthofen. Fast die gleiche Strecke ging es auch zurück, wenn der Blick nun aber mehr über die weiten Allgäuer Wiesen streifte.
Geschichtsinfo: Heute ist die Iller ein gezähmter Fluss von circa 80 Meter Breite. Vor 130 Jahren war das noch anders. Auf circa 400 Metern Breite floss die Iller durchs Allgäu, bevor sie zurückgedrängt wurde, um Wiesen und Weideland zu gewinnen. Heute ist es eher umgekehrt: Es wird versucht möglichst viele Flächen am Flussufer aufzukaufen, um die Iller zu renaturieren und einen natürlichen Überschwemmungsschutz zu erreichen.

Veteranen am Ufer der Iller.
Veteranenfreizeit Nr. 94 – Tautinger Runde – Radln
In Untereglfing startete die Radlrunde. Über Uffing und Schöffau gings durch den ausgedehnten Wald zum Gut Rechetsberg. Von dort schossen die Radler hinab nach Maxlried und durch das Huglfinger Moos ins Ortszentrum. Der erste Einkehrschwung wurde beim Alten Wirth in Huglfing vollzogen, der zweite folgte im Bauernhofcafe in Tauting.
Geschichtsinfo: Das Gut Rechetsberg wurde erstmals 1343 erwähnt, diente lange Zeit als Schwaige für die Pröbste von Polling und beherbergt heute Ferienappartements in herrlicher Umgebung. 2016 wurde ein Gutskapelle zum Heiligen Michael errichtet. Die Inhaberin, Frau Bogensberger, begeistert die Gäste aber auch mit den herrlichen arrangierten Blumenbeeten.

Die Veteranen vor herrlicher Bergkulisse.
Huglfing gehört zu den schönsten Dörfern im Oberland. Das Huglfinger Rathaus wurde unter Leitung des Windacher Architektenehepaares Sunder-Plassmann renoviert.

Das Rathaus von Huglfing.
Veteranenfreizeit Nr. 95: „Boulen in Utting“ – Bike and Boule
Ganz offensichtlich liegt es doch am Spieler selbst – ob er beim Boulen etwas trifft oder nicht. Wenn die Windacher Montagsbouler nämlich nichts treffen, heißt es oft, der Platz wäre zu schlecht, zu hart, zu uneben, mit falschem Kies bestückt. Der Platz in Utting wäre demnach viel besser. Nach der heutigen Bouleprobe auf dem Platz im Summerpark in Utting kann dies jedoch nicht bestätigt werden. Auch dort rollt die Kugel manches Mal ganz woanders hin als gewünscht.
Geschichtsinfo: 1891 entstand am Ammersee mit dem Gasthof „Summer am See“ die gefragteste Ausflugswirtschaft der Ammersee-Region direkt am See mit großem Biergarten unter Kastanienbäume. Als 1899 die Bahnlinie Mering-Weilheim eröffnet wurde, kamen noch mehr Ausflügler nach Utting. Heute erinnert nur noch der Name „Summerpark“ an die damalige Gastwirtsfamilie.

Probe-Bouler in Utting.
Veteranenfreizeit Nr. 96: „Durch’s Starnberger Land zum romantischen Würmtal“ – Radeln
Von Maria Eich bei Planegg aus führte So führte der Weg zunächst zum Forsthaus Kasten und anschließend zur Preysingsäule. Routenpaten waren Evi und Helmut Edlinger, die eine Fülle von geschichtlichen Hinweisen gaben. Weitere Stationen waren deshalb die Keltenschanze und das russisch-orthodoxe Frauenkloster der Heiligen Großfürstin Elisabeth in Buchendorf, die Villa Rustica bei Leutstetten und vor allem die herrlich romantische Fahrt entlang der Würm nach Gauting.
Geschichtsinfo: Im Jahre 1735 stürzte der damalige Großkanzler Max Emmanuel von Preysing bei einer Parforcejagd im Forst Kasten vom Pferd, blieb bewusstlos und schwer verletzt liegen. Für Kurfürst Karl Albrecht von Bayern war der Großkanzler ein äußerst wichtiger Mann, so dass er für dessen Genesung bat. Als diese auch tatsächlich eintrat, ließ er aus Dankbarkeit zu Ehren der Mutter Gottes an der Stelle der Sturzes einen Obelisken, die Preysingsäule, errichten.

Die Veteranen-Radler bei der Preysingsäule im Forst Kasten.
Veteranenfreizeit Nr. 97: „Durch den schwäbischen Holzwinkel“ – Radeln
Nach dem Start am Rothsee in Zusmarshausen führte der Weg nach Horgau und dann auf dem Damm einer ehemaligen Bahnstrecke bis nach Welden. Aufgrund der großen Waldvorkommen wird das Gebiet als „schwäbischer Holzwinkel“ bezeichnet. Besucht wurde auch die Wallfahrtskirche Violau mit ihren herausragenden Kunstwerken aus dem Barock und Rokoko, bevor es über Wollbach zur Einkehr im Schwarzbräu nach Zusmarshausen zurückging.
Geschichtsinfo: Aufgrund seiner Heimatromane „Der Jäger von Fall“ oder „Der Herrgottsschnitzer von Ammergau“ wird Ludwig Ganghofer von den meisten wohl eher in die bayerischen Alpen verortet, zumal er auch 1920 in Tegernsee verstarb. Geboren wurde er jedoch in Kaufbeuren und seine Kindheit verbrachte der Förstersohn von 1859 bis 1865 in Welden in Schwaben.

Veteranenfreizeit Nr. 98 – „Durch’s Loisachmoor“ – Radeln
Von Benediktbeuern und dem dortigen Kloster aus startete die heutige Radltour des Veteranenvereins in das nahe gelegene Moor. Gleich zu Beginn wurden auch die Räder kurz abgestellt, um die Biotope, Moorbecken und Naturtümpel sowie Blumenwiesen auf hierfür angelegten Wegen zu besichtigen. Der Loisach entlang führte die Tour weiter bis zur Reindlschmiede, wo auch Einkehr gehalten wurde. Nach dieser Pause führte der Weg nach Bad Heilbrunn, das schon im Mittelalter aufgrund seiner heilbringenden Jodquelle bekannt wurde.
Geschichtsinfo: Vor allem der Aufenthalt von Kurfürstin Henriette Adelaide von Bayern machte den Ort bekannt. Da sie bereits acht Jahre verheiratet war und kein Nachwuchs in Sicht war, kam sie 1659 zu einer Trinkkur nach Bad Heilbrunn. Und siehe da: 1660 wurde eine Tochter und zwei Jahre später der Thronfolger Max Emmanuel II. geboren. Seitdem soll das Heilbrunner Wasser aus der „Kurfürstin Adelheid Quelle die Fruchtbarkeit fördern.

Die Veteranenradler im Klosterhof von Benediktbeuern.