Veteranenfreizeit Nr. 91 bis 100

Veteranenfreizeit Nr. 91 – „Rutschpartien“ – Kultur

Veteranenfreizeit Nr. 92 – „Apfeldorfer Runde“ – Wandern

Veteranenfreizeit Nr. 93 – „Von Durach nach Sonthofen – Iller-Radweg Teil II“ – Radeln

Am 3. September 2021 hatte der Veteranenverein bereits den ersten Teil des Iller-Radweges von Sonthofen nach Oberstdorf befahren. Nun folgte der zweite Teil. Gestartet wurde in Durach und dann gings immer den Allgäuer Bergen entgegen bis nach Sonthofen. Fast die gleiche Strecke ging es auch zurück, wenn der Blick nun aber mehr über die weiten Allgäuer Wiesen streifte.

Geschichtsinfo: Heute ist die Iller ein gezähmter Fluss von circa 80 Meter Breite. Vor 130 Jahren war das noch anders. Auf circa 400 Metern Breite floss die Iller durchs Allgäu, bevor sie zurückgedrängt wurde, um Wiesen und Weideland zu gewinnen. Heute ist es eher umgekehrt: Es wird versucht möglichst viele Flächen am Flussufer aufzukaufen, um die Iller zu renaturieren und einen natürlichen Überschwemmungsschutz zu erreichen.

Veteranenfreizeit Tour 93:
Veteranen am Ufer der Iller.

Veteranenfreizeit Nr. 94 – Tautinger Runde – Radln

In Untereglfing startete die Radlrunde. Über Uffing und Schöffau gings durch den ausgedehnten Wald zum Gut Rechetsberg. Von dort schossen die Radler hinab nach Maxlried und durch das Huglfinger Moos ins Ortszentrum. Der erste Einkehrschwung wurde beim Alten Wirth in Huglfing vollzogen, der zweite folgte im Bauernhofcafe in Tauting.

Geschichtsinfo: Das Gut Rechetsberg wurde erstmals 1343 erwähnt, diente lange Zeit als Schwaige für die Pröbste von Polling und beherbergt heute Ferienappartements in herrlicher Umgebung. 2016 wurde ein Gutskapelle zum Heiligen Michael errichtet. Die Inhaberin, Frau Bogensberger, begeistert die Gäste aber auch mit den herrlichen arrangierten Blumenbeeten.

Veteranenfreizeit Tour 94:
Die Veteranen vor herrlicher Bergkulisse.

Huglfing gehört zu den schönsten Dörfern im Oberland. Das Huglfinger Rathaus wurde unter Leitung des Windacher Architektenehepaares Sunder-Plassmann renoviert.

Veteranenfreizeit Tour 94:
Das Rathaus von Huglfing.

Veteranenfreizeit Nr. 95: „Boulen in Utting“ – Bike and Boule

Ganz offensichtlich liegt es doch am Spieler selbst – ob er beim Boulen etwas trifft oder nicht. Wenn die Windacher Montagsbouler nämlich nichts treffen, heißt es oft, der Platz wäre zu schlecht, zu hart, zu uneben, mit falschem Kies bestückt. Der Platz in Utting wäre demnach viel besser. Nach der heutigen Bouleprobe auf dem Platz im Summerpark in Utting kann dies jedoch nicht bestätigt werden. Auch dort rollt die Kugel manches Mal ganz woanders hin als gewünscht.

Geschichtsinfo: 1891 entstand am Ammersee mit dem Gasthof „Summer am See“ die gefragteste Ausflugswirtschaft der Ammersee-Region direkt am See mit großem Biergarten unter Kastanienbäume. Als 1899 die Bahnlinie Mering-Weilheim eröffnet wurde, kamen noch mehr Ausflügler nach Utting. Heute erinnert nur noch der Name „Summerpark“ an die damalige Gastwirtsfamilie.

Veteranenfreizeit Tour 95:
Probe-Bouler in Utting.

Veteranenfreizeit Nr. 96: „Durch’s Starnberger Land zum romantischen Würmtal“ – Radeln

Von Maria Eich bei Planegg aus führte So führte der Weg zunächst zum Forsthaus Kasten und anschließend zur Preysingsäule. Routenpaten waren Evi und Helmut Edlinger, die eine Fülle von geschichtlichen Hinweisen gaben. Weitere Stationen waren deshalb die Keltenschanze und das russisch-orthodoxe Frauenkloster der Heiligen Großfürstin Elisabeth in Buchendorf, die Villa Rustica bei Leutstetten und vor allem die herrlich romantische Fahrt entlang der Würm nach Gauting.

Geschichtsinfo: Im Jahre 1735 stürzte der damalige Großkanzler Max Emmanuel von Preysing bei einer Parforcejagd im Forst Kasten vom Pferd, blieb bewusstlos und schwer verletzt liegen. Für Kurfürst Karl Albrecht von Bayern war der Großkanzler ein äußerst wichtiger Mann, so dass er für dessen Genesung bat. Als diese auch tatsächlich eintrat, ließ er aus Dankbarkeit zu Ehren der Mutter Gottes an der Stelle der Sturzes einen Obelisken, die Preysingsäule, errichten.

Veteranenfreizeit Tour 96:
Die Veteranen-Radler bei der Preysingsäule im Forst Kasten.

Veteranenfreizeit Nr. 97: „Durch den schwäbischen Holzwinkel“ – Radeln

Nach dem Start am Rothsee in Zusmarshausen führte der Weg nach Horgau und dann auf dem Damm einer ehemaligen Bahnstrecke bis nach Welden. Aufgrund der großen Waldvorkommen wird das Gebiet als „schwäbischer Holzwinkel“ bezeichnet. Besucht wurde auch die Wallfahrtskirche Violau mit ihren herausragenden Kunstwerken aus dem Barock und Rokoko, bevor es über Wollbach zur Einkehr im Schwarzbräu nach Zusmarshausen zurückging.

Geschichtsinfo: Aufgrund seiner Heimatromane „Der Jäger von Fall“ oder „Der Herrgottsschnitzer von Ammergau“ wird Ludwig Ganghofer von den meisten wohl eher in die bayerischen Alpen verortet, zumal er auch 1920 in Tegernsee verstarb. Geboren wurde er jedoch in Kaufbeuren und seine Kindheit verbrachte der Förstersohn von 1859 bis 1865 in Welden in Schwaben.

Veteranenfreizeit Tour 97: