D’Windacher G’schicht 3

Die Geschichte der oberen Mühle in Windach

Die Bewahrung der Dorfgeschichte liegt dem Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang seit seiner Wiedergründung 2012 am Herzen. Die Geschichte der „Oberen Mühle“ in Windach, ausgearbeitet von Gerhard Heininger, dem Schriftführer des Vereins und Archivar der Verwaltungsgemeinschaft, stand im Mittelpunkt eines heimatgeschichtlichen Nachmittages am 23. Februar 2014. Unter den zahlreichen Gästen konnte Manfred Stagl, der 1. Vorsitzende des Vereins, auch den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Windach Josef Loy, Bürgermeister Walter Graf, den derzeitigen Mühlenbesitzer Peter Fasching und den Sohn des früheren Müllers der oberen Mühle, Georg Völk, im Pfarrsaal begrüßen.

In einem unterhaltsamen, durch viele Bilder unterstützten Vortrag beleuchtete Manfred Stagl die Geschichte der oberen Mühle:

In Windach gab es früher drei Mühlen, je eine in Unter-, Mitter- und  Oberwindach. Die älteste ist die von Mitterwindach, die bereits im Jahre 1384 erwähnt wurde. 1496 wurde die Mühle zu Oberwindach erbaut, während es die in Unterwindach erst seit 1696 gibt. Stagl erläuterte, warum die obere und mittlere Mühle nicht an der Windach liegen: Nach einem Hochwasser im Jahre 1695 verlagerte die Windach ihr Flussbett und legte die beiden Mühlen trocken. Den damals zerstrittenen Müllern blieb nichts anderes übrig, als gemeinsam den Mühlbach zu bauen und so ihre Mühlen wieder mit fließendem Wasser zu versorgen.

Von 1538 bis 1873 war die obere Mühle, die als Mahlmühle betrieben wurde, in Familienbesitz, wenngleich sich der Nachname der Besitzer aufgrund Verehelichung mehrfach veränderte (Michl, Mayr, Kracher, Wöll). Im 20. Jahrhundert gehörte sie der Familie Völk. Seit 1980 ist Peter Fasching der Eigentümer.

Im Anschluss an den geschichtlichen Rückblick wurde die erste Ausgabe der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ präsentiert. Sie behandelt die 140jährige Geschichte des Veteranen- und Kameradenvereins Windach-Hechenwang und liegt im Rathaus auf.

Diese Schriftenreihe, die als Koproduktion des Archivs mit dem Veteranenverein herausgebracht wird, erscheint zukünftig zweimal im Jahr. Für die zweite Ausgabe Mitte des Jahres ist die Geschichte der Molkereigenossenschaft Windach geplant.

Fotos

Hier geht es zu den Fotos.

Presseecho

Kreisbote vom 26. März 2014.

Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach

Der Inhalt dieser Veranstaltung wurde als Ausgabe 3 der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ veröffentlicht und ist im Bürgerbüro des Rathauses in Windach erhältlich.

D’Windacher G’schicht 4

Die Geschichte des Gasthofes in Unterwindach

Der Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang, der seit 2012 auch die Bewahrung der Dorfgeschichte als Vereinszweck hat, veranstaltete am 8. Februar 2015 einen heimatgeschichtlichen Nachmittag.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte der Gastwirtschaft in Unterwindach, ausgearbeitet von Gerhard Heininger, dem Schriftführer des Vereins und Archivar der Verwaltungsgemeinschaft. Manfred Stagl, der 1. Vorsitzende des Vereins, konnte unter den zahlreichen Gästen auch den Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Windach Josef Loy, die derzeitigen Eigentümer der Gastwirtschaft Familie Puljic und den früheren Besitzer Martin Schreyegg im Pfarrsaal begrüßen.

Anschließend beleuchtete er in einem kurzweiligen, mit vielen Fotos angereicherten Vortrag die Geschichte der Gastwirtschaft. Unterstützt wurde er dabei durch seine Vereinskollegen Christian Schulz und Gerhard Heininger:

Die Unterwindacher Gastwirtschaft war eine sogenannte Tafernwirtschaft und hatte dadurch einige Privilegien. Das Gebäude besteht in dieser Form seit dem Ende des 16. Jahrhunderts. Im Stiftsverzeichnis von 1537, also 31 Jahre bevor das Windacher Schloss erbaut wurde, wird erstmals ein Wirt Hans Hueber erwähnt. Im Jahre 1670 erwarb Mathias Klotz aus Schöffelding die Tafernwirtschaft. Von diesem Zeitpunkt an bis zum späteren Kauf durch Otmar Schreyegg blieb die Gastwirtschaft 235 Jahre in Familienbesitz, wenngleich die Nachnamen der Besitzer mehrmals wechselten. Unter den Braun´s (1782 bis 1884) wurden die dazugehörenden landwirtschaftlichen Gebäude neu gebaut und 1865 am Ortsrand von Windach (Kellerberg) ein Sommerkeller mit Biergarten errichtet. 1884 heiratete Johann Lindenmüller aus Jesenwang ein. Im Jahre 1905 kaufte den Gasthof Otmar Schreyegg, der Besitzer des Brauhauses in Stegen. Sein Sohn, Enkel und Urenkel, alle mit Namen Martin Schreyegg, bewirtschafteten ihn noch bis zum Jahr 1978. Das 40jährige Gründungsfest des Veteranenvereins mit Fahnenweihe am 19. Mai 1912 dürfte die größte Veranstaltung in der Geschichte der Gastwirtschaft und vermutlich auch Windachs gewesen sein. An diesem Tag wurden 54 hl Bier ausgeschenkt, wie aus einem noch erhaltenen Bierbuch von Martin Schreyegg hervorgeht. Nach mehreren Pächtern und Eigentümerwechseln gehört der „Gasthof am Schloß“, wie er mittlerweile heißt, seit über fünf Jahren der Familie Puljic aus München, welche ihn nach einer umfangreichen Renovierung im Juni 2010 wieder eröffnete.

Im Anschluss an den geschichtlichen Rückblick wurde die dritte Ausgabe der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ vorgestellt. Sie behandelt die 500jährige Geschichte der oberen Mühle in Windach. Diese 28seitige Broschüre kann, wie auch die beiden früheren Ausgaben, kostenlos im Rathaus abgeholt werden.  

Fotos

Hier geht es zu den Fotos.

Presseecho

Landsberger Tagblatt vom 27. Februar 2015.

Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach

Der Inhalt dieser Veranstaltung wird als Ausgabe 6 der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ veröffentlicht und ist im Bürgerbüro des Rathauses in Windach erhältlich.

 

 

D’Windacher G’schicht 5

60 Jahre Musikkapelle Windach

Der Veteranen- und Kameradenverein Windach-Hechenwang – Verein zur Bewahrung der Dorfgeschichte – veranstaltete am 24. Juni 2016 einen heimatgeschichtlichen Abend im Windacher Pfarrsaal.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte der Musikkapelle Windach, ausgearbeitet von Gerhard Heininger, dem Schriftführer des Vereins und Archivar der Verwaltungsgemeinschaft. Manfred Stagl, der 1. Vorsitzende des Veteranenvereins, konnte unter den 60 Gästen auch zahlreiche Mitglieder der Musikkapelle begrüßen.

In knapp eineinhalb Stunden beleuchtete er in einem kurzweiligen, mit vielen Fotos angereicherten Vortrag die 60jährige Geschichte der Musikkapelle. Sie war in ausführlicher Form bereits Thema der letzten Ausgabe des Windacher. Insbesondere wurden die Amtszeiten der verschiedenen Dirigenten und Vereinsvorstände, die musikalischen Erfolge und diverse gesellschaftliche Ereignisse beleuchtet.
Die Dirigenten waren: Dr. Karl Endres (1956 bis 1970), Heinrich Hofbauer (1970 bis 1973), Klaus Janning (1973 bis 1983), Rudi Wanka (1983 bis 1993), Andreas Grandl (1993 bis 2003) und Andreas Langanki (ehemals Schumacher, seit 2003).
Als Vorsitzende des Vereins fungierten: Wilfried Schmid (1971 bis 2001), Erwin Schmid jun. (2001 bis 2010) und Christian Grandl (seit 2010).

Während des Vortrags stellten Musiker ihre Instrumente vor und gaben den Zuhörern einen Einblick in die Geschichte, Tonerzeugung und den Einsatz von Tuba, Posaune, Tenorhorn,  Tenorsaxofon, Trompete, Flügelhorn, Klarinette und Querflöte. Anhand des Liedes „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ konnte man den Klang der unterschiedlichen Instrumente einzeln erleben.

Fotos

Hier geht es zu den Fotos.

Presseecho

Landsberger Tagblatt vom 5. Juli 2016.

 

Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach

Der Inhalt dieser Veranstaltung wurde als Ausgabe 8 der „Schriften des Archivs der Verwaltungsgemeinschaft Windach“ veröffentlicht und ist im Bürgerbüro des Rathauses kostenlos erhältlich.